Impressum

Pfarramt Erlöserkirche Neu-Ulm

Pfarrerin Ruth Šimeg

Martin-Luther-Straße 2

89231 Neu-Ulm

Tel. 0731/79152

Fax: 0731/9726855

pfarramt[at]erloeserkirche-neu-ulm.de

 

Für den Inhalt der Seiten verantwortlich ist Pfarrerin RuthŠimeg.
Urheberrecht © Pfarramt Erlöserkirche Neu-Ulm – alle Rechte vorbehalten.

Falls nicht anders angegeben, unterliegen alle Seiten auf diesem Informationsserver dem Urheberrecht (Copyright). Dies gilt insbesondere für Texte, Bilder, Grafiken, Ton-, Video- oder Animationsdateien einschließlich deren Anordnung auf den Web-Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Seiten (oder von Teilen davon) in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen und deren Veröffentlichung (auch im Internet) ist nur nach vorheriger Genehmigung gestattet. Der Nachdruck und die Auswertung von Pressemitteilungen und Reden ist mit Quellenangabe gestattet. Die Verwendung der zum Herunterladen angebotenen Bilder ist ausschließlich für Zwecke der aktuellen Presseberichterstattung gestattet. Die Genehmigung zur Publikation der Webseiten kann die Redaktion erteilen(Impressum). Weiterhin können Bilder, Grafiken, Text- oder sonstige Dateien ganz oder teilweise dem Urheberrecht Dritter unterliegen. Alle innerhalb des Internetangebotes genannten und ggf. durch Dritte geschützten Marken- und Warenzeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer. Allein aufgrund der bloßen Nennung in unserem Internetangebot ist nicht der Schluss zu ziehen, dass Markenzeichen nicht durch Rechte Dritter geschützt sind.

 

Haftungsausschluss

Der Herausgeber hat alle in ihrem Bereich bereitgestellten Informationen nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet und geprüft. Es wird jedoch keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität und jederzeitige Verfügbarkeit der bereit gestellten Informationen übernommen. Unbeschadet der Regelungen des § 675 Absatz 2 BGB gilt für das bereitgestellte Informationsangebot folgende Haftungsbeschränkung: Der Herausgeber haften nicht für Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der im Internetangebot angebotenen Informationen entstehen. Der Haftungsausschluss gilt nicht, soweit die Vorschriften des § 839 BGB (Haftung bei Amtspflichtverletzung) einschlägig sind. Für etwaige Schäden, die beim Aufrufen oder Herunterladen von Daten durch Computerviren oder der Installation oder Nutzung von Software verursacht werden, wird nicht gehaftet.Namentlich gekennzeichnete Internetseiten geben die Auffassungen und Erkenntnisse der abfassenden Personen wieder. Der Herausgeber behält es sich ausdrücklich vor, einzelne Webseiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen. Mit Urteil vom 12.Mai 1998 – 312 O 85/98 – „Haftung für Links“ hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. „Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Website und machen uns diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf unsere Website angebrachten Links.“ Verwendete Warenzeichen, Fotografien und Logos sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Fehlende Kennzeichnung berechtigt nicht zu der Annahme, dass die Zeichen frei seien.

Links und Verweise (Disclaimer)

Der Herausgeber ist nur für die „eigenen Inhalte“, die sie zur Nutzung bereithält, nach den einschlägigen Gesetzen verantwortlich. Von diesen eigenen Inhalten sind Querverweise („Links“) auf die Webseiten anderer Anbieter zu unterscheiden. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung von Informationen Dritter entstehen, haftet allein der jeweilige Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde.

Datenschutz (Protokollierung)

Bei jeder Anforderung einer Internetdatei werden folgende Zugriffsdaten gespeichert: die Seite, von der aus die Datei angefordert wurde der Name der aufgerufenen Datei, das Datum und die Uhrzeit der Anforderung die übertragene Datenmenge, der Zugriffsstatus (Datei übertragen, Datei nicht gefunden, etc.), die Beschreibung des verwendeten Webbrowsertyps bzw. des verwendeten Betriebssystems, die IP-Adresse des anfordernden Rechners.
Die gespeicherten Daten werden ausschließlich zu technischen oder statistischen Zwecken benötigt; ein Abgleich mit anderen Datenbeständen oder gar eine Weitergabe an Dritte, auch in Auszügen, findet nicht statt.

Per eMail eingehende personenbezogene Informationen (z.B. Name, eMail-Adresse) werden nur für die Übersendung der gewünschten Informationen verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben. Wenn Sie eine eMail mit schutzwürdigem Inhalt an uns senden wollen, so empfehlen wir dringend, diese zu verschlüsseln, um eine unbefugte Kenntnisnahme und Verfälschung auf dem Übertragungsweg zu verhindern

FreiGeist- Rückblick

Der erste freiGeist, Oktober 2017: … da ist Freiheit?

Kurz vor dem 500jährigen Reformationsjubiläum stellt sich die Frage, was Freiheit heute eigentlich ist.

Der erste freiGeist beeindruckt unter anderem mit einer außergewöhnlichen Lichtshow, einer berührenden Psalmlesung, einer anspruchsvollen Podiumsdiskussion.

 

 

Der zweite freiGeist sorgt für Aufregung

Was ein Zitat der Böhsen Onkelz auf einem Gottesdienst-Plakat zu suchen hat, fragen sich auch die Journalisten. So erhält der zweite freiGeist „Wir ham noch lange nicht genug“ breite – und auch kritische Resonanz. Von diesem Gottesdienst bleibt besonders die frei gehaltene Dialogpredigt, die Aktion mit unzähligen Badeenten und die besondere Stimmung bei der Segnungsstation in Erinnerung.

 

Der dritte freiGeist – gemein-DE!

Wie gemein ist eigentlich Gemeinde? Mit „gemein“ werden heute negative Verhaltensweisen assoziiert, doch gemein bedeutet ja noch viel mehr, z. B. allgemein, oder das Gemeinwesen betreffend. Interessant mal darüber nachzudenken, wie unterschiedlich Gemeinde verstanden wird. Bei diesem Gottesdienst geht es besonders lustig und kreativ zu, z. B. bei der Aktion „all that we share“ und bei der künstlerischen Aktion „mein Gemeindebild“.

 

Der vierte freiGeist – was bleibt?!

Zum Ende des Kirchenjahres fragt das Thema nach dem, was von unserem eigenen Lebenswerk bleibt. Persönliche Statements über Dinge, die bleiben sollen, regen zum Nachdenken an. Die Lesung aus dem Korintherbrief wird plastisch untermalt, indem die Lebenswerke in Flammen aufgehen. Dadurch wird deutlich, was aus Gold und Edelsteinen und was aus Stroh und Holz gebaut war. Pfarrer Johannes Knöller erinnert in einer eindrücklichen Kurzpredigt daran, dass wir Stückwerk und Werkstück zugleich sind und in den Stationen – von Spiegelkabinett bis zur GraffitiWand – bleibt Raum zur eigenen Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit.

 

Der fünfte freiGeist – Liebe unplugged

Zum ersten Mal findet der freiGeist in der Andreaskirche Ludwigsfeld statt. Zahlreiche Gottesdienstbesucher füllen die Kirche. In der Lesung wird deutlich, wie umfassend die Bibel von der Liebe spricht: Von Nächstenliebe bis zur Erotik ist alles dabei. In einer Kurzpredigt in 5 Thesen führt Pfarrerin Ruth Simeg die biblischen Linien bis in die Gegenwart. Im anschließenden „Kreuzverhör“ stellen die Gottesdienstbesucher Fragen, für deren Beantwortung die Predigerin jeweils eine Minute Zeit hat. In der offenen Phase ist natürlich auch alles auf die Liebe eingestellt: Zum Beispiel wird beim Speed-Dating über verschiedene Thesen zur Liebe diskutiert oder ein Bibel-Quiz zeigt, was die Bibel noch so alles zur Liebe sagt. Auch nach dem Gottesdienst gehts in der freiGeist-Bar noch lange weiter.

 

Der sechste freiGeist – Urheberrecht abgelaufen

was ist Schöpfung? Und was darf eigentlich der Mensch? Im sechsten freiGeist geht es um die Chancen und Grenzen der Biotechnologie. Wie schwierig diese Fragen zu beantworten sind, zeigt eine spontane Umfrage unter den Gottesdienstbesuchern. In einem Predigtbattle beziehen Pfr. Johannes Knöller und Pfrin. Ruth Simeg Position zu Pro und Kontra Gentechnik. An den Stationen wird munter weiterdiskutiert, kreativ gewerkelt, und getestet: Wo ist eigentlich überall Gentechnik drin? Wie sieht Gott wohl die Welt? Wozu brauchen wir Gentechnik? Gerade für die ganz persönliche Außeinandersetzung und Klärung des eigenen Standpunktes bleibt dieser freiGeist besonders in Erinnerung.

 

Artikel von Berthold Dworzak über den zweiten freiGeist-Gottesdienst, erschienen in der „Brücke“, Ausgabe April 2018:

 

Freitag, 12. Januar, 19.oo Uhr:
Aus der offenen Kirchentür der Erlöserkirche in Offenhausen dröhnt „Wir ham noch lange nicht genug!“, der bekannteste Song der Deutschrock-Band „Böhse Onkelz“.
Wie bitte – der Song einer ehemaligen Nazi-Band aus der Skinhead-Szene als Motto eines evangelischen Gottesdienstes? „Ich weiß um die rechte Vergangenheit dieser Band vor 30 Jahren“, zitiert die NUZ Pfarrerin Ruth Simeg, „aber heute engagiert sich diese Band gegen Rechts. Und jemand, der sich vom falschen Weg abkehrt, kann auch wieder rehabilitiert werden.“ Stimmt, finde ich, ist doch zutiefst christlich, jemandem eine zweite Chance zu geben. Jesus lebte es vor: Er wandte sich Sündern und (vom Gesetz) Abgefallenen zu und nahm sie an. „Wir ham noch lange nicht genug!“ war also das ganz bewusst gewählte, provokative Motto eines etwas anderen Gottesdienstes.
In ihm wurde das weit verbreitete Lebensgefühl, immer noch mehr haben zu wollen, von den Mitgliedern des ehrenamtlichen Organisationsteams kritisch hinterfragt und kommentiert – durch Texte zum Nachdenken, durch passende Lieder und durch eine locker humorige Dialogpredigt zweier Laien. Dieses Team setzt sich aus engagierten Mitgliedern der drei evangelischen Gemeinden Neu-Ulms zusammen.
Pfarrerin Simegs Idee war es, mit solch einem Team „etwas andere Gottesdienste“ zu kreieren „mit Musik von heute und Gedanken für morgen“. So entstand in Teamwork die Gottesdienstreihe „freiGeist“.
Eine Zielgruppe dieser mit freien Ideen gestalteten Gottesdienste sind die mehr oder weniger Gläubigen zwischen 40 und 50 Jahren, die nach etwas Besonderem suchen, was sie aber im normalen Sonntagvormittag-Gottesdienst nicht finden. Angesprochen werden sollen auch Menschen, die nach der Konfirmation den Bezug zur Kirche verloren oder gar schlechte Erfahrungen mit Kirche gemacht haben. Sie bekommen einen neuen, von Laien und der Pfarrerin gemeinsam und frei gestalteten Gottesdienst. Für ihn braucht man kein liturgisches Vorwissen, die Liedtexte werden zum Mitlesen oder Mitsingen auf eine Riesenleinwand projiziert und von einer sensiblen Band wunderbar begleitet. Zur Zielgruppe von „freiGeist“ gehören auch junge Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche und neugierig gebliebene Senioren. Und so füllte eine bunt gemischte Schar aus allen Altersstufen die Erlöserkirche. Livemusik, kritisch moderne und vertraute Lieder, Phasen mit aktiver Betätigung für alle, die mitmachen wollten, der harmonische Sound der Band und die zarten Licht- und Farbspiele an Decke und Wand aus der raffinierten Scheinwerfer-Eventtechnik von Pfarrerin Simegs Ehemann Benni schufen eine zauberhafte Atmosphäre, in der sich die allermeisten geborgen fühlen konnten.

„Und wozu die knuddeligen Bade-Enten auf dem Gottesdienst-Plakat?“ fragt der unbedarfte Besucher. Sie konnten im Gottesdienst bei der freiGeist-Lotterie gewonnen und von den Kleinen ins Wasser gesetzt werden. Später gab es die Entchen für jeden als Erinnerung zum Mitnehmen – als Erinnerung an diesen besonderen Gottesdienst, aber auch daran, dass die Quelle des Lebens in Jesus sprudelt  oder  dass Gott uns von der Quelle des lebendigen Wassers zu trinken gibt – ganz umsonst (Jahreslosung 2018).

„freiGeist II“, nach „freiGeist I“ in der Neu-Ulmer Petruskirche der zweite, etwas andere Gottesdienst – dieses Mal in der Erlöserkirche Neu-Ulm/Offenhausen.

über uns

Das freiGeist-Team besteht zur Zeit aus ca. zehn Männern und Frauen zwischen Mitte 30 und Mitte 50, die sich in verschiedenen Bereichen unserer Gemeinden engagieren. Uns liegt der Gottesdienst, auch der traditionelle Sonntagsgottesdienst am Herzen. Daneben wünschen wir uns aber auch Gottesdienste mit offener Form für Menschen, denen der traditionelle Gottesdienst wenig vertraut ist oder die bisher wenig Kontakt mit Kirche und Gottesdienst hatten.

Wir möchten Menschen ansprechen, die Kirche „anders“ erleben wollen. Deshalb ist jeder freiGeist unterschiedlich.

In zwei bis drei Vorbereitungstreffen diskutieren wir das Gottesdienstthema und setzen uns mit dazu passenden biblischen Texten auseinander. Das Ziel ist nicht so sehr, fertige Antworten zu erarbeiten, sondern die eigenen Fragen, die uns dabei beschäftigen, für das Gottesdienstpublikum kreativ umzusetzen. Wir möchten die Gottesdienstbesucher einladen, sich selbst mit dem Gottesdienstthema auseinanderzusetzen. Wir gehen davon aus, dass Glaube nicht aus fertigen Antworten erwächst, sondern daraus, eigene Fragen zu stellen.

Ihr werdet mich suchen und finden;
denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
so will ich mich von euch finden lassen,
spricht der HERR.
Jeremia 29,13f
Neben dem freiGeist-Team spielt die freiGeist-Band eine wichtige Rolle, denn was wäre freiGeist ohne Musik? Unter der Leitung von Musikproduzent Günter Hänssler findet sich die Band für jeden Gottesdienst neu zusammen und spielt immer wieder in wechselnder Besetzung. Einmal im Jahr findet in der Erlöserkirche ein Band-Projektabend statt. In mehreren Bands werden einen Abend lang neue Lieder eingespielt, die dann auch bei den freiGeist-Gottesdiensten gesungen werden. Aus diesem größeren Kreis an Musikern findet sich dann die freiGeist-Band zusammen.

 

über freiGeist

freiGeist ist ein Projekt der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden in Neu-Ulm. Die Idee zu dieser alternativen Abendgottesdienstreihe entstand auf einem gemeinsamen Klausurtag der Kirchenvorstände der drei Gemeinden Petrus, Andreas und Erlöser im Herbst 2016. Daraufhin fanden sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen, um ein alternatives Gottesdienstkonzept zu entwickeln. Ziel war es, auch den Menschen eine Gottesdienstform anzubieten, die mit dem traditionellen Sonntagsgottesdienst wenig vertraut sind oder überhaupt einen neuen Zugang zu Kirche, Gottesdienst und Glaube suchen.

Seit Oktober finden nun regelmäßig die freiGeist-Gottesdienste statt. Die Gottesdienste werden von der freiGeist-Band mit tollen Liedern mitgestaltet. Für jeden freiGeist überlegt sich das Team neue Formen, um das jeweilige Thema ins Gespräch zu bringen: Die Besucher sind bei Aktionen und Stationen eingeladen, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen. Im Anschluss an den Gottesdienst bleiben viele Besucher zum gemütlichen Ausklang bei einem Glas Wein, Bier oder Wasser, und kommen über ihre eigenen Gedanken zum Thema ins Gespräch.